Kinderkirchentag 2019
Ich sehe was, was du nicht siehst

Du gehst durch einen Zaubergang. In Deine Ohren dringt fröhliche Musik und wird immer lauter. Du landest in einem großen Raum, in dem sich fröhlich Menschen tummeln. Es wird gesungen, geredet, gelacht und getanzt. Über Dir ist der Sternenhimmel. Du hast einen Auftrag: Finde Dein Symbol! Du machst Dich auf den Weg. In den vielen Fenstern erkennst Du Symbole und auf großen Schildern. Da, auf einem Pappkarton hast Du es entdeckt. Drumherum stehen schon einige andere Kinder und unterhalten sich. Kannst Du einfach dazu gehen? Als Dir jemand freundlich „Hallo“ sagt, ahnst Du es nicht, aber Du bist schon mittendrin im Kinderkirchentag.

Mit diesen ersten Eindrücken werden wohl viele der etwa 90 Kinder in den Kinderkirchentag des Kirchenkreises Berlin Nord-Ost gestartet sein. Die Hauptamtlichen aus der Arbeit mit Kindern im Kirchenkreis konnten diesen Tag dank der großen Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher für die Kinder so vielfältig und bunt gestalten. Gleich an dieser Stelle sei allen Beteiligten herzlich gedankt. Allen in Erinnerung wird wohl die Kinderband aus Hennigsdorf und Nieder Neuendorf bleiben, die uns fröhlich und beschwingt durch den Tag begleitet hat. „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ – das war unser Tagesmotto und diesen Titel trug auch der Mottosong mit großem Ohrwurmpotenzial. Mit allen Kindern gemeinsam ging es mit Musik und einem Theaterstück los. In der Tagesgeschichte ging es um drei Bäume, die sich träumen, was aus ihnen in Zukunft werden soll. Im Anschluss gab es Zeit für die Kinder sich mit ihren eigenen Träumen auseinanderzusetzen und Platz für ihre Phantasie zu haben.

In vielen kreativen Angeboten, wie dem Herstellen von Kaleidoskopen, Schneekugeln oder Traumfängern konnten sich die Kinder ausprobieren und über ihre eigenen Träume Gedanken machen. Es gab Gelegenheit bei der „analogen Fotomontage“ sich gezielt in Szene zu setzen. In einer Pfadfinderkohte wurden Geschichten erzählt. Es wurde gebaut und gespielt, gemalt und getobt. Bei Phantasiegeschichten konnten sich die Kinder einmal ganz und gar in ihre eigene Welt zurückziehen. Manche Kinder wollten so viel wie möglich ausprobieren und andere haben an ihrem „Lieblingsangebot“ immer wieder teilgenommen. So war es gut und so war es gedacht, denn die Kinder sollten an diesem Tag frei wählen, was ihnen gefällt und Spaß macht und womit sie ihre Zeit verbringen möchten.

Schon bei den Angeboten, aber dann auch beim Mittagessen in den „Kinderkirchentagsfamilien“ war das schöne Gelände der St.-Paul-Kirche der Kirchengemeinde an der Panke einfach genial. Im Schatten auf dem Rasen oder in der Kirche gab es ein Picknick mit Falafeln, Brot, Gemüse, Minzdip und Obst. Es war eine besondere und schöne Stimmung, die während der gesamten Veranstaltung auf dem Gelände zu spüren war. Nach dem Mittagessen konnten sich die Kinder weiter den Angeboten widmen.

Zum Abschluss waren alle Eltern der Kinder eingeladen und so wurde es in der Kirche noch ein wenig voller. Im Theaterstück stellte sich heraus, was aus den drei Bäumen tatsächlich wurde. Es gab natürlich Musik und auch einen wunderbaren Segen. Zum Abschied waren alle die dabei waren ganz beseelt und beschwingt von diesem traumhaft schönen Tag.

Cornelia Hinz, Referentin für die Arbeit mit Kindern im Ev. Kirchenkreis Berlin Nord-Ost