Veröffentlicht von Bettina Berndt am Mo., 27. Apr. 2020 12:44 Uhr

Ob mein Urgroßvater besonders kirchlich war ist mir nicht bekannt aber als Schlesier war er zumindest ein frommer Mann. Mein Vater erzählte mir davon, dass er, sein Großvater, jeden Tag mittags um 12 Uhr seine Feldarbeit unterbrach, die Mütze vom Kopf zog und für eine Zeit beim Geläut der Mittagsglocke im Gebet innehielt bevor er die Arbeit wiederaufnahm.

Der schlesische Dichter Jochen Klepper schrieb uns ins Gesangbuch (EG 457):

„Der Tag ist seiner Höhe nah. Nun blick zum Höchsten auf, der schützend auf dich niedersah in jedes Tages Lauf.  …. Die Hände, die zum Beten ruhn, die macht er stark zur Tat. Und was der Beter Hände tun, geschieht nach seinem Rat.“

Von unserem Kreiskantor, Michael Bernecker bin ich auf eine ansprechende Glockenandacht aufmerksam gemacht worden. Vielleicht nehmen Sie sich eine kurze Zeit dafür – sie ist wirklich empfehlenswert.

https://youtu.be/ITsbDMgiL7s 

Wie schön wäre es, wenn viele zu einer selbstverständlichen Frömmigkeit finden könnten und mit unserem Bischof Christian Stäblein Tag für Tag um 12 Uhr beim Mittagsläuten innehalten für ein kurzes Gebet.

Martin Kirchner

Kategorien Superintendent Martin Kirchner