Veröffentlicht von Bettina Berndt am Mo., 30. Mär. 2020 14:55 Uhr

Gegen das Grübeln hilft manchmal das Handeln. Die Küche aufräumen, Blusen bügeln, den Balkonkasten bepflanzen.
Gegen das Grübeln hilft manchmal das Handeln.
Dies sage ich ganz bewusst jetzt, in dieser sorgenvollen Zeit, da wir uns auf die Corona-Erkrankung einstellen müssen. 

Grübeln hilft nicht. Vielleicht steht deshalb am Ende des Matthäusevangeliums Anweisungen zum Handeln. Denn die Jünger hatten es schwer, zu verstehen, dass Jesus gestorben und wieder auferstanden war.
In ihr Grübeln hinein sagt der auferstandene Jesus: „Geht zu den Menschen, tauft sie und lehrt sie, was ich euch gesagt habe.“ Tut etwas Sinnvolles. Grübeln hilft nicht.
Und dann dieser letzte Satz: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage.“ Das ist eine wunderbare Zusage. Jesus lässt die Seinen bei ihrem Tun nicht allein. Und die Jünger spüren die Gegenwart von Jesus in ihrem Tun als Ermutigung, als Stärkung. Und so ist es heute gesagt!
Seit dem ersten Osterfest hat sich nicht viel daran geändert, dass die Menschen Stärkung brauchen.
Sie brauchen auch jemanden, der oder die ihnen sagt: Grüble nicht – handle! 

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest - Mut und Kraft für diese Zeit
Ihre
Pfarrerin Christine Franke, 
Krankenhausseelsorgerin im jüdischen Krankenhaus Berlin und im DRK Krankenhaus Wedding

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