Veröffentlicht von Bettina Berndt am So., 18. Nov. 2018 16:42 Uhr

BALZ e.V.

Der kirchliche Verein betreibt das älteste unabhängige Beratungs- und Begegnungszentrum für Arbeitslose und Erwerbstätige mit geringem Einkommen in Berlin. Er wurde 1980 auf Initiative der Landeskirche gegründet. Von 1996 bis 2017 befand sich das BALZ-Beratungszentrum in Räumen der Nazareth-Kirchengemeinde am Leopoldplatz. Seit 2018 ist es Teil des Campus der Reformationskirche in Moabit. Neben seinen stationären Angeboten bietet das BALZ mit dem Beratungsbus eine inzwischen ganzjährige mobile Sozialberatung in allen Berliner Stadtbezirken an.

 Das BALZ unterstützt die Arbeitsuche durch Einzelberatungen und Gruppenangebote. Es hilft Ratsuchenden durch den Dschungel der Rechtsvorschriften und bei Problemen mit den Behörden. 2013 erhielt das BALZ die Wichern-Plakette für seinen Einsatz für die Stärkung sozialer Bürgerrechte. Das Diakonische Werk dankte damit für „herausragenden und richtungsweisenden Einsatz für den Nächsten“.

 Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich in Berlin deutlich verbessert. Gleichwohl sind im September 2018 weiterhin mehr als 150.000 Menschen arbeitslos und mehr als 300.000 als arbeitsuchend gemeldet. Die Diakonie beklagt, dass sich die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen trotz des Beschäftigungsaufbaus verfestigt hat. Die Arbeitslosenzahlen lassen außer Acht, dass mehr als 500.000 Menschen in Berlin Hartz-IV-Leistungen beziehen, darunter 100.000 Erwerbstätige, wovon wiederum 16.000 vollzeitbeschäftigt sind.
Der Bedarf an qualifizierter Sozialberatung für Arbeitslose und Menschen, die Grundsicherung für Arbeitsuchende („Hartz IV“) erhalten, bleibt weiterhin hoch. Mit den anerkannten Asylbewerbern sind neue arbeits- und hilfesuchende Menschen hinzugekommen. 

Das Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) ist seit 2005 zig-fach novelliert worden – so häufig wie kein anderes Gesetz. Fehlentscheidungen der Behörden sind vor diesem Hintergrund keine Seltenheit.

 Das BALZ ist zur Sicherung seiner Arbeit auf Spenden und Kollekten angewiesen. Ohne diese Unterstützung müssten seine für Hilfesuchende unverzichtbaren Angebote reduziert oder eingestellt werden. Der Kirchenkreis ist Mitglied im BALZ und unterstützt die Arbeit.

 

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