Veröffentlicht von Bettina Berndt am Do., 23. Jan. 2020 14:03 Uhr

Februar - Fasching...... linke intellektuelle Protestanten rümpfen die alljährlich wieder verschnupften Nasen über Leute, die Wildfremden auf der Straße um den Hals fallen und über andere kindliche  Scherze des Volkes.

Faschingsgegner sind dem überlegen.  Sicher, sie verstehen schon, dass das Volk ab und an eine solche Triebabfuhr braucht. Faschingsgegner haben Sprache und Argumente und brauchen keine Sehnsucht nach Tollheit. - allenfalls kontrolliert und heimlich. 
Sie haben auch die Anarchie nicht so gerne, die sich in den Verkleidungen, Witzen, dem Über-die Stränge-schlagen und der unverwüstlichen guten Laune Ausdruck gibt. Sogar in den Amtsstuben.
Wer macht jetzt die Arbeit? Wer ist jetzt fleißig? Wo bleibt da das Maß? Und nützlich ist Fasching auch nicht! 
Ich war noch nie in Köln und bin im Großen und Ganzen auch eher der zurückhaltende Typ. - Aber je älter ich werde, desto größer wird der kleine Winkel in meinem Herzen, in dem  die Freude an Menschen wächst,  die gutlelaunt mal in eine andere Rollen schlüpfen, die niemand etwas Böses tun, die mit Süßigkeiten um sich werfen und am liebsten die ganze Welt umarmen wollen.....

Ich wünsche Ihnen einen Monat mit jeder Menge (nein, nicht Freude - heute mal: ) Spaß und Fröhlichkeit!
Ihre Christine Franke, Pfarrerin und Seelsorgerin im Jüdischen Krankenhaus Berlin

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